Durchblick vermittelt – mit Powerserv

Job kündigen? Tipps für den richtigen Abgang.

Job kündigen? Tipps für den richtigen Abgang - was man bei der Kündigung beachten sollte.
12. Dezember 2019
von Philipp Reiter
Für Bewerber Für Mitarbeiter Tipps

Hat man sich einmal zur Erkenntnis durch gerungen, dass eine Kündigung notwendig wird, hat man schon einen wichtigen Schritt geschafft. Dabei gibt es viele Faktoren die für einen Jobwechsel (siehe auch “Jobwechsel Ja oder Nein - 5 Faktoren”) sprechen können.

Generell gilt, eine Kündigung gehört genauso zum professionellen Leben dazu wie Dresscodes bzw. Verhalten am Arbeitsplatz oder die Vorbereitung einer Bewerbung. Wer wissen will wie man die eigene Kündigung richtig plant, kann entweder hier weiterlesen oder sich unser “Tipps und Tricks” Video “Job kündigen? Tipps für den richtigen Abgang” ansehen.

Job kündigen - Die richtige Planung und Umsetzung der Kündigung.

Mit der Entscheidung zur Kündigung kommen einige Dinge die man tun und beachten sollte, damit einem reibungslosen Wechsel zur nächsten beruflichen Aufgabe nichts im Wege steht. Im Großen und Ganzen lassen sich diese in zwei wesentliche Teile gliedern: 

 

Teil 1 - Vor der Kündigung. Einen persönlichen Job-Kompass entwickeln. Dazu gehören drei Themenblöcke die man systematisch abarbeiten kann:

  1. Wunschliste für einen neuen Job entwickeln.
  2. No-Go’s für den nächsten Job aufschreiben.
  3. Job-Vergleich. Wie gut oder schlecht schneidet der aktuelle Job im Vergleich zu Wunschliste und No-Go’s ab?

 

Teil 2 - Die sechs Punkte für die korrekte Kündigung:

  1. Neue Arbeitsstelle. Vor der Kündigung wissen wo es hingeht.
  2. Positiv bleiben. Mit der richtigen Einstellung an die Kündigung herangehen.
  3. Ausstiegsszenario. Mit einer Strategie ins Kündigungsgespräch mit seinen Vorgesetzten gehen.
  4. Entscheidung beibehalten. Nicht vom getroffenen Entschluss abweichen.
  5. Voller Einsatz. Locker lassen erst nach der Ziellinie.
  6. Einstellung. Immer freundlich, sachlich und wertschätzend bleiben.

 

Teil 1 - Vor der Kündigung.

Bevor es mit der eigentlichen Vorbereitung für eure Kündigung losgehen kann, solltet Ihr euch damit auseinandersetzen was Ihr von einem Job erwartet und ob die aktuelle Arbeit euren Wünschen entspricht oder nicht - und so geht's:

 

Wunschliste für einen neuen Job.

Macht euch Gedanken darüber was Ihr von einem neuen Job erwartet. Welche Rahmenbedingungen, Annehmlichkeiten, Luxusartikel würdet Ihr euch im nächsten Job wünschen. Schreibt eure Erkenntnisse auf und lasst euch Zeit die Liste umzustellen bzw. weiter zu entwickeln. Der Prozess kann durchaus etwas länger dauern. Es ist sehr wahrscheinlich, dass mit der Zeit immer wieder neue Themen einfallen oder Ihr Punkte wieder rausnehmen wollt.

 

No-Go’s für den neuen Job.

Was wollt Ihr auf keinen Fall in eurem neuen Job (den es noch zu finden gilt) vorfinden. Diese Aufstellung ist der exakte Gegenentwurf zu eurer persönlichen Wunschliste. Was für negative Erfahrungen habt Ihr womöglich im aktuellen Job gemacht. Das kann hier alles einfließen, schließlich wollen wir uns ja nach der Kündigung in einer besseren Position wiederfinden.

 

Vergleich - aktueller Job gegen Wunsch-Job.

Am Ende stellt Ihre eure Erkenntnisse aus den beiden Listen der aktuellen Situation auf eurem Arbeitsplatz gegenüber. Damit lässt sich auf einer sachlichen Ebene feststellen ob es Zeit wird sich eine neue Stelle zu suchen bzw. die Kündigung zu planen. Außerdem kann man sich immer auf die Erkenntnisse aus diesem Job-Kompass stützen. Das gibt euch im Zweifelsfall mehr Sicherheit bei Entscheidungen die vor euch liegen.

 

Teil 2 - Die sechs Punkte für die korrekte Kündigung:

Nachdem Ihr euren Job-Kompass erstellt habt und wisst wo es künftig hingehen soll kann nun die Planung und Umsetzung der eigentlichen Kündigung beginnen. Folgende sechs Punkte solltet Ihr bei eurer Kündigung beachten:

 

Die Kündigung - Neue Arbeitsstelle.

Die Grundregel sagt, dass man die Kündigung erst aussprechen sollte, wenn man bereits bei einer neuen Arbeitsstelle einen Vertrag unterschrieben hat. Warum ist das wichtig? Wie Ihr selbst, können sich auch Unternehmen im letzten Moment umentscheiden und doch einer anderen Person die verfügbare Stelle anbieten. Dann steht man bei ausgesprochener Kündigung ganz schnell ohne Job da.

KURZ GESAGT. Erst kündigen wenn euch euer neuer Job sicher ist, außer der Leidensdruck im alten Job ist sehr hoch.

Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Es gibt Arbeitsstellen bzw. Arbeitgeber die einen regelrecht krank machen. In solchen Fällen kann es sein, dass man zum Selbstschutz, auch ohne eine neue Arbeitsstelle kündigen sollte. Den wenn Ihr bereits starke “Verschleiß-Symptome” an euch selbst bemerkt, dann kann es sinnvoll sein zuerst einen Schritt zurück zu treten und dann in Ruhe zu planen wo es beruflich und privat als nächstes hingehen soll. Deine neu gewonnene Energie und Lebensfreude ist dabei sicher ein Vorteil.

 

Die Kündigung - "positiv bleiben".

Die Grundregel sagt, dass man die Kündigung erst aussprechen sollte, wenn man bereits bei einer neuen Arbeitsstelle einen Vertrag unterschrieben hat. Warum ist das wichtig? Wie Ihr selbst, können sich auch Unternehmen im letzten Moment umentscheiden und doch einer anderen Person die verfügbare Stelle anbieten. Dann steht man bei ausgesprochener Kündigung ganz schnell ohne Job da.

KURZ GESAGT. Versucht den bestmöglichen letzten Eindruck zu hinterlassen.

Auch hier gibt es natürlich Ausnahmen. Es gibt Arbeitsstellen bzw. Arbeitgeber die einen regelrecht krank machen. In solchen Fällen kann es sein, dass man zum Selbstschutz, auch ohne eine neue Arbeitsstelle kündigen sollte. Den wenn Ihr bereits starke “Verschleiß-Symptome” an euch selbst bemerkt, dann kann es sinnvoll sein zuerst einen Schritt zurück zu treten und dann in Ruhe zu planen wo es beruflich und privat als nächstes hingehen soll. Deine neu gewonnene Energie und Lebensfreude ist dabei sicher ein Vorteil.

 

Die Kündigung - Ausstiegsszenario.

Es ist immer am besten mit einem Plan im Kopf in ein wichtiges Gespräch zu gehen. Das gilt für Bewerbungsgespräche genauso wie für das Kündigungsgespräch mit euren Vorgesetzten. So kann man sicherstellen, dass man mit Ruhe und Selbstvertrauen in das Gespräch geht. Schreibt euch dazu auf, welche Punkte (harte und weiche Faktoren) Ihr eurem Arbeitgeber unbedingt mitteilen wollt - wie z.B.:

  • Die Begründung für die Kündigung. Hier gilt es vorsichtig zu sein und einzuschätzen wie belastbar euer Gegenüber ist. Wichtig ist auf jeden Fall sachlich und positiv zu bleiben bzw. niemanden persönlich anzugreifen. Das könnte sich sonst auf das Dienstzeugnis auswirken.
  • Strebt Ihr eine einvernehmliche Auflösung an oder wollt Ihr einseitig Kündigen.
  • Eventuell ein Konzept für die Übergabe eurer Projekte und Aufgaben an eventuelle Nachfolgerinnen bzw. Nachfolger oder eure Kolleginnen und Kollegen. Das signalisiert, dass es euch nicht egal ist welche Auswirkungen die Kündigung auf euren Arbeitgeber hat.
  • Umgang mit eurem Resturlaub - soll er ausbezahlt werden oder wollt Ihr euren Urlaub noch konsumieren.

KURZ GESAGT. Begründung überlegen, sachlich bleiben, Spielräume einplanen.

Achtet darauf, dass Ihr euch für alle Punkte auch Abstufungen überlegt. Gerade bei Kündigungen kann man mit etwas Diplomatie noch viel zu einem guten letzten Eindruck beitragen (wenn die Arbeitssituation das zulässt ;).

 

Die Kündigung - Entscheidung beibehalten.

Stellt euch vor Ihr habt gerade die Kündigung ausgesprochen. Jetzt ist der Moment in dem der ganze Druck (und vielleicht Ärger) dieser Zeit erstmal abfällt. In dieser Phase neigen manche Personen dazu den alten Job in einem ganz neuen Licht zu sehen und vor allem die positiven Dinge sehr intensiv wahrzunehmen. Lasst euch an dieser Stelle nicht dazu verleiten zurück zu rudern. Immerhin habt Ihr in den letzten Wochen systematisch daran gearbeitet euch beruflich weiter zu entwickeln.

KURZ GESAGT. Eure Entscheidung zur Kündigung basiert auf einer sachlichen Analyse der Situation. Macht euch das bewusst und bleibt dabei.

Denkt daran was Ihr euch in den letzten Wochen alles erarbeitet habt:

  • Ihr habt euren Job-Kompass erstellt und damit festgestellt was Ihr von euren Wunschjob erwartet.
  • Ihr habt euch vielleicht bereits seit Wochen über diesem Moment Gedanken gemacht und euch vorbereitet.
  • Ihr wisst genau warum die Entscheidung zur Kündigung notwendig ist.

 

Die Kündigung - Voller Einsatz.

Egal was Ihr mit eurem Arbeitgeber im Zuge der Kündigung vereinbart habt, versucht bis zum letzten Arbeitstag mit soviel Energie wie möglich an die Sache heranzugehen. Wie bei einem Wettlauf solltet Ihr versuchen bis nach der Ziellinie Druck zu machen. Warum ist das wichtig? Auch das hat Einfluss auf das Gesamtbild das Ihr am Ende hinterlasst.

KURZ GESAGT. Versucht eure Aufgaben bis zum Schluss mit vollem Einsatz zu erledigen.

Wenn Ihr das beherzigt stehen die Chancen definitiv besser, dass sich die Leistung auch auf euer Dienstzeugnis positiv auswirkt.

 

Die Kündigung - Einstellung.

In jedem Fall sollte man immer darauf achten in allen Phasen der Kündigung sachlich, korrekt und freundlich zu bleiben. Auch wenn einige negative Dinge vorgefallen sein sollten, ist es auf keinen Fall sinnvoll kurz vor Ende, durch emotionale Reaktionen z.B. im Kündigungsgespräch oder danach, einen negativen Eindruck zu hinterlassen. Das zahlt sich einfach auf lange Sicht nicht aus. Es geht immerhin um den eigenen beruflichen Erfolg.

KURZ GESAGT. Egal was kommt, immer sachlich, korrekt und freundlich bleiben.

Dabei kann es hilfreich sein die Punkte aus dem Ausstiegsszenario zur Hand zu haben und sich immer wieder ins Bewusstsein zu rufen. Auch wenn es zu stressigen Situation kommt, kann man sich so innerlich auf die erarbeiteten Themen stützen und entsprechend reagieren.

 

Job Kündigen? Die Zusammenfassung.

So wie man sich auf Bewerbungen gewissenhaft vorbereitet, so sollte man sich auch auf seine Kündigungen vorbereiten. Der Grund ist einfach. Wer bei seiner Kündigung alles richtig macht, sachlich bleibt, sich korrekt verhält, etc. schafft damit auch eine gute Basis für die nächste berufliche Herausforderung. Es zahlt sich also in jedem Fall aus, einen professionellen Zugang zur eigenen Kündigung zu wählen.

Zurück

Diese Seite teilen:
Icon - per Email teilen Icon -auf Facebook teilen Icon - Auf XING teilen Icon - Auf LinkedIn teilen